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Richard von Weizsäcker ArtikelDr. jur. Dr. h.c. (mult.) Richard Freiherr von Weizsäcker (* 15.04 1920 in Stuttgart) ist ein deutscher Politiker (CDU).
Er war von 1981 bis 1984 Regierender Bürgermeister von Berlin und von 1984 bis 1994 der sechste Bundespräsident der Bundesrepublik Deutschland.
Richard von Weizsäcker (1984)
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Weizsäcker ist der Sohn des Diplomaten Ernst von Weizsäcker. Sein Großvater war der ehemalige württembergischen Ministerpräsident Karl Hugo Freiherr von Weizsäcker. Sein Bruder ist der Philosoph und Physiker Carl Friedrich von Weizsäcker. Seit 1953 ist er mit Marianne von Kretschmann verheiratet.
Er hat vier Kinder: Klaus Robert von Weizsäcker , Andreas von Weizsäcker , Marianne Beatrice von Weizsäcker und Fritz von Weizsäcker .
Siehe auch:
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Seit 1954 ist Weizsäcker Mitglied der CDU. Von 1966 bis zu seiner Wahl zu dem Bundespräsidenten war er Mitglied des Bundesvorstandes der CDU Deutschlands. Unter seiner Leitung wurde von 1971 bis 1978 ein neues Grundsatzprogramm für die CDU erarbeitet.
1968 wurde Weizsäcker zu dem erstenmal als Kandidat für das Amt des Bundespräsidenten vorgeschlagen, unterlag aber in der parteiinternen Auseinandersetzung dem damaligen Verteidigungsminister Gerhard Schröder_(CDU).
Seit seiner Wahl zu dem Bundespräsidenten ruht seine Parteimitgliedschaft.
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1974 war Weizsäcker Kandidat von CDU und CSU für das Amt des Bundespräsidenten. Gewählt wurde aber der bisherige Außenminister Walter Scheel (FDP), der als Kandidat der sozialliberalen Koalition angetreten war (s. Bundespräsidentenwahl 1974).
1979 war er Spitzenkandidat der Berliner CDU bei den Wahlen zu dem Abgeordnetenhaus. Zwar wurde die CDU mit 44,4 Prozent der Stimmen stärkste Kraft, Regierender Bürgermeister blieb aber der bisherige Amtsinhaber Dietrich Stobbe, der die Koalition aus SPD und FDP fortsetzte.
Bei den vorgezogenen Neuwahlen zu dem Abgeordnetenhaus 1981, die wegen des Bruchs der sozialliberalen Koalition in Berlin nötig geworden waren, wurde die CDU mit 48,0 Prozent der Stimmen wieder stärkste Kraft.
Er wurde daher als Nachfolger von Hans-Jochen Vogel, der ca. ein halbes Jahr in dem Amt war, zu dem Regierenden Bürgermeister von Berlin gewählt. Er stand zunächst einem CDU-Minderheitssenat vor, nachdem Bruch der sozialliberalen Koalition in Bonn in dem September 1982 bildete er eine Koalition mit der FDP.
Am 23.05 1984 wurde er dann von der Bundesversammlung zu dem sechsten Bundespräsidenten der Bundesrepublik Deutschland gewählt (s. Bundespräsidentenwahl 1984). Am 1. Juli wurde er als Nachfolger von Karl Carstens in diesem Amt vereidigt.
1989 erfolgte die Wahl für eine zweite Amtszeit bis 1994 (s. Bundespräsidentenwahl 1989).
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Gesellschaftliches Engagement | |
Von 1964 bis 1970 war er Präsident des Deutschen Evangelischen Kirchentags.
Buch-Tipp: Der Fall Hohmann ... und kein Ende Für die Meinungsfreiheit kämpfen! Der Fall Hohmann bewegte 2003 die Presselandschaft Deutschlands. Eine unwichtige Rede wurde zu dem Skandal aufgebauscht, indem Sätze aus dem Zusammenhang gerissen und verdreht wurden. Fritz Schenk zeichnet in diesem Buch die Entwicklung des angeblichen "Skandals" nach: Von der ersten, bis heute nicht durch eine Gegendarstellung... |
Preise und Auszeichnungen | |
1975 Großes Bundesverdienstkreuz
1983 Senator der Max-Planck-Gesellschaft; Heuss-Preis
1986 Rhetorik-Preis
1987 Goldene Kamera; Romano-Guardini-Preis; Atatürk-Friedenspreis
1988 Ehrenring des deutschen Handwerks
1989 Joseph-Preis für Menschenrechte
1990 Adolf-von-Harnack-Medaille; Geuzenpenning der niederländischen "Stiftung Geuzen-Widerstand 40-45"
1991 Goldmedaille der jüdischen Organisation B'nai B'rith; Heinrich-Heine-Preis
1992 Nansen-Medaille des UNO-Hochkommissariats für Flüchtlinge
1994 Heinz-Galinski-Preis; Augsburger Friedensfestpreis; Leo-Baeck-Preis
1995 Deutscher Staatsbürgerpreis; Buber-Rosenzweig-Medaille; Verdienstmedaille des Landes Baden-Württemberg
1996 Kunstpreises zur deutsch-tschechischen Verständigung
1998 Humanismus-Preis des Deutschen Altphilologenverbands (Heidelberg)
2 Tausend Dr.-Leopold-Lucas-Preis
Buch-Tipp: Der Weltensammler. Gelungene Mischung Der Roman ist eine gelungene Mischung aus Fiktion und Geschichte. Erzählt werden drei Episoden aus dem Leben des Richard Francis Burton:
1) sein Aufenthalt Indien
2) sein Aufenthalt in dem Nahen Osten und die Pilgerreise nach Mekka
3) die Suche nach den Quellen des Nils in Ostafrika.
Die Erzählperspektive wechselt dauernd zwischen... |
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1984 Grenoble; New York (School of Social Research)
1985 Weizmann-Institut; Löwen
1986 Istanbul
1987 Sucre (Bolivien); Harvard (Cambridge/Vereinigte Staaten Amerika); Göttingen
1988 Nigeria; Oxford; Sofia
1990 Malta
1991 Rotterdam; Madras; Pavia
1993 Baltimore; Danzig
1995 Uppsala
1996 Prag (Karls-Universität, Rechtswissenschaften) ==Weblinks==
Buch-Tipp: Der flexible Mensch. Die Kultur des neuen Kapitalismus Ein neuer Blick in die Hintergründe unseres Lebens Richard Sennett, obwohl er ein Soziologe ist, geht zu dem Teil wie ein Volkskundler seine Betrachtung der aktuellen Lebenswelten an. Er vollzieht teilnehmende Beobachtungen und schildert die Ansichten der Menschen mit denen er zu dem Teil viel Zeit verbracht hat. Die neue Betrachtung der Grenzenlosigkeit... |
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- Richard von Weizsäcker, Drei Mal Stunde Null? 1949 - 1969 - 1989, 1. Auflage, 2001
- Richard von Weizsäcker, Vier Zeiten, 1. Auflage, 1997
- Friedbert Pflüger, Richard von Weizsäcker - Ein Portrait aus der Nähe, 1. Auflage, München 1993
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